Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in

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Bühnenmaler und Bühnenplastiker sind artverwandte Berufe im Bereich der Ausstattung eines Theaters. Weitere Einsatzgebiete sind insbesondere Film- und Fernsehproduktionen, Messe- und Ausstellungsbau, Werbung sowie Kirchen- und Dekorationsmalerei.

Die Ausbildung zum Bühnenmaler/-plastiker dauert drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Sie ist bundeseinheitlich geregelt und staatlich anerkannt. Auf Antrag kann bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen die Ausbildungszeit verkürzt werden.

 

Ausbildungsberuf im dualen System

Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in lernen im Ausbildungsbetrieb die praktische oder handwerkliche Seite des Lehrberufes kennen, die ergänzt wird durch den ausbildungsbegleitenden theoretischen Unterricht an der Berufsschule.[1]

 

Aufnahmevoraussetzungen

Eine Aufnahme kann nur erfolgen, wenn Sie über einen Ausbildungsplatz verfügen und einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben. Die Schule kann keine Ausbildungsplätze vermitteln und keine Auskünfte über Ausbildungsbetriebe erteilen.

Wir empfehlen allen Interessenten, sich am besten schon im Frühjahr direkt bei einem Wunschbetrieb zu bewerben. Zum Beispiel beim örtlichen Stadttheater, Filmproduktionsfirmen und Fernsehsendern.

 

Eingangsvoraussetzungen

Zu den formalen Voraussetzungen gehört die erfolgreiche Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht. Darüber hinaus muss der Bewerber folgende Fertigkeiten mitbringen: Interesse am Theater, künstlerische und handwerklich-technische Begabung, künstlerisches Einfühlungsvermögen, räumliches Seh- und plastisches Vorstellungsvermögen, gute Farbsehtüchtigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit. Bühnenmaler und -plastiker arbeiten häufig im Stehen oder in gebückter Haltung sowie im Umfeld von Farben und Lösungsmitteln. Der Stütz- und Bewegungsapparat sollte daher nicht beeinträchtigt sein und einschlägige Allergien nicht bestehen.

 

Lehrerinnen/Lehrer-Team

Im Bildungsgang unterrichtet ein engagiertes Lehrerteam:

  • Norbert Pielsticker (Fachunterricht)
  • Ute Menrath (Fachunterricht und EDV-Mediendidaktik)
  • Annette Kaiser (Deutsch/Kommunikation/ und Politik/Gesellschaftslehre)
  • Torsten Schmidt (Wirtschafts- und Betriebslehre)
  • Thomas Bardehle (Leiter des Bildungsganges Bühne)

Hinzu kommen weitere Lehrerinnen und Lehrer in den berufsübergreifenden Lernbereichen.

 

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht setzt sich zusammen aus dem berufsbezogenen Lernbereich mit den Bündelungsfächern

  • Gestaltungsumsetzung
  • Bühnengestaltung
  • Wirtschafts- und Betriebslehre

und dem allgemeinbildenden und berufsübergreifenden Bereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung

Je Ausbildungsjahr finden 10 – 14 Wochen Unterricht statt, die in Blockform angeboten werden.

 

Ausbildungsinhalte nach Lernfeldern

Bühne-Unterstufe

Lernfeld 1: Bühnen- und Szenenbilder analysieren

Lernfeld 2: Flächen malerisch gestalten

Lernfeld 3: Dekorationselemente plastisch gestalten

Lernfeld 4: Architektur und Landschaft analysieren und zeichnerisch umsetzen

 

Bühne-Mittelstufe

Lernfeld 5: Typografische Gestaltung entwickeln und umsetzen

Lernfeld 6: Gestaltungsvarianten mit verschiedenen Materialien entwickeln

Lernfeld 7: Figürliche Darstellung analysieren und zeichnerisch umsetzen

Lernfeld 8: Imitationen realisieren

 

Bühne-Oberstufe

Lernfeld 9: Raumkonzepte planen und zeichnerisch umsetzen

Lernfeld 10: Dekorations- und Bühnenelemente beurteilen

Lernfeld 11: Anschauungsmodelle entwerfen und darstellen

Lernfeld 12: Farbkompositionen malerisch umsetzen

Lernfeld 13: Ausstattungskonzeptionen entwickeln und präsentieren

 

Der qualifizierte Unterricht am Berufskolleg schafft notwendige Voraussetzungen zum Bestehen der Zwischen- und der Abschlussprüfung und vertieft beispielhaft spezielle Aspekte und fachliche System-Zusammenhänge.

 

Perspektiven

Die Ausbildung in beiden Fachrichtungen ist ein gutes Sprungbrett für jegliche künstlerisch-handwerkliche Berufsausübung oder Weiterbildung wie etwa für ein Studium der Kunstgeschichte oder der Innenarchitektur, im Bereich der Kunsttherapie, zum Bühnenbildner oder in der Bildhauerei. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbstständigkeit sein, vielleicht im Bereich der Dekorationen und Shoppingideen für die Konsumwelt oder die Entwicklung von kompletten Lösungen für das Shop- oder Messedesign. Für all jene, die am Theater ihren Platz finden und bleiben möchten, können sich dort berufliche Perspektiven auftun, sei es als Malsaalvorstand oder als Ausbilder in einem Malsaal oder in einer Plastikwerkstatt. Ein vielseitiger Beruf also, der Bühnenmaler und -plastiker.

 

Berufsschule

Berufskolleg Ost der Stadt Essen
NRW Landesfachklasse Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in
Knaudtstr. 25
45138 Essen

Tel.: 0201 8840788
Fax: 0201 8840799

Internet: www.bko.essen.com
E-Mail: info@bko.essen.de

 

[1] Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in

 

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