Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in

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Der/die Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in entwirft, gestaltet und fertigt unterschiedliche Kommunikations- und Werbeanlagen, für den Außen- und Innenbereich z. B. Transparent- und Buchstabenbau, Fahrzeug- und Fassadenbeschriftung, Wegeleitsysteme, Digitaldruck, Messebau, Lichtwerbung. Hierzu ist der Erwerb einer Vielzahl von Kenntnissen in folgenden Bereichen erforderlich:

  • Entwurf und Gestaltung von Kommunikationskonzepten und Werbeanlagen
  • Digitale Produktionstechniken
  • Arbeitsplanung und Arbeitsorganisation
  • Herstellung, Montage und Wartung von Werbeanlagen
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz
  • Kundenberatung und Kundenservice

Der Beruf des Schilder- und Lichtreklameherstellers ist ein vielseitiger und abwechslungsreicher Beruf, da in der Werbetechnik individuelle Gestaltung und Fertigung auf den unterschiedlichsten Untergründen erwartet wird. 
Dazu bedarf es der Verwendung von Materialien wie zum Beispiel Kunststoffe, Metalle, Holz, Glas, Folien, Lacke usw., die in vielfältigen Arbeitstechniken (z. B. Sägen, Fräsen, Schweißen, Bekleben, Plottern, Drucktechniken, Lackiertechniken, Elektrotechnik, Montage usw.) bearbeitet werden. 
Die Gestaltung und Realisation der Werbeanlagen und Kommunikationskonzepte erfolgt zum großen Teil am Computer, wobei der Entwurf und Durchführung einiger Arbeits- und Herstellungstechniken zeichnerische und handwerkliche Fähigkeiten erfordert.

 

Lehrerinnen/Lehrer-Team

Im Bildungsgang unterrichtet ein engagiertes Lehrerinnen/Lehrer-Team:

  • Gereon Jackowiak
  • Dr. Joachim Marzi (Leiter des Bildungsganges Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in),
  • Natascha Zymni

Hinzu kommen weitere Lehrerinnen und Lehrer in den berufsübergreifenden Lernbereichen.

 

Unterrichtsorganisation

Die Ausbildung ist in der neuen Verordnung über die Berufsausbildung zum Schilder- und Lichtreklame-
hersteller vom 26. März 2012 geregelt und orientiert sich am dort verfassten Ausbildungsrahmenplan. Hierin sind die Teile des Ausbildungsberufsbildes und die in der betrieblichen Ausbildung zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse genau beschrieben. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung zum/zur Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in ab. Die Ausbildung erfolgt im dualen System, das heißt, dass die Auszubildenden parallel zu ihrer betrieblichen Ausbildung die Berufsschule besuchen. In allen drei Ausbildungsjahren kommen die Auszubildenden an einem Tag zur Berufsschule, ergänzt durch zwölf Projektphasen, die sich an den Lernfeldern orientieren. Hierzu hat der Bildungsgang ein Modell entwickelt, das in diesem Berufsbild so in ganz Deutschland einzigartig ist.

Die Berufsschule und die Ausbildungsbetriebe erfüllen in der dualen Berufsausbildung einen gemeinsamen Bildungsauftrag. Die Berufsschule ist dabei ein eigenständiger Lernort und hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern berufliche und allgemeine Lerninhalte unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen der Berufsausbildung zu vermitteln. Der Fachunterricht wird seit dem Schuljahr 2012/13 nach dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Schilder- und Lichtreklamehersteller/-in laut Beschluss der Kultusministerkonferenz in Lernfeldern unterrichtet.

Das heißt, technologische, fachmathematische und gestalterische Lerninhalte werden nicht mehr getrennt nach Unterrichtsfächern wie Technologie, Fachmathematik, Gestaltung usw. unterrichtet, sondern auf ein konkretes berufliches Handlungsfeld (z. B. Gestaltung und Fertigung eines Leuchttransparents) zusammengefasst bezogen. Das berufliche Lernen vollzieht sich dadurch stärker an der beruflichen Wirklichkeit.

Zu den schulischen Ausbildungsschwerpunkten gehören die Vermittlung umfassender Kenntnisse über die Werkstoffe und Arbeitstechniken des Schilder- und Lichtreklamehandwerks, die Vermittlung berufsbezogener Mathematik und der Gestaltungstechniken. Insbesondere gestalterische Lerninhalte (Technisches Zeichnen, Grundlagen der Form- und Farbenlehre, Schriftkonstruktion und Schriftgestaltung, computergestützte Gestaltung von Kommunikationsanlagen) nehmen einen breiten Raum ein. Dabei hat die Berufsschule im fachbezogenen Unterricht zum Ziel, eine möglichst breite berufliche Fachkompetenz und selbständige Handlungsfähigkeit zu vermitteln.

In den drei Ausbildungsjahren werden folgende Fächer unterrichtet:

  • Konzeption und Gestaltung
  • Fertigung
  • Montage und Instandhaltung
  • Fremdsprachliche Kommunikation
  • Wirtschaft und Betriebslehre
  • Deutsch
  • Politik
  • Sport
  • Religion
Vermittelt werden die Inhalte in insgesamt zwölf Lernfeldern des Fachunterrichts, die auf die drei Ausbildungsjahre verteilt sind:

1. Ausbildungsjahr (Lernfelder)

  1. Beruf und Betrieb präsentieren sowie Produkte und Dienstleistungen beschreiben
  2. Zweidimensionale Kommunikationsmittel manuell herstellen
  3. Zweidimensionale Kommunikationsmittel digital herstellen
  4. Zweidimensionale Kommunikationsmittel beleuchten

2. Ausbildungsjahr (Lernfelder)

  1. Bestehende Kommunikationsmittel umgestalten
  2. Mehrteilige Außenwerbeanlagen fertigen
  3. Beleuchtete dreidimensionale Kommunikationsmittel modifizieren
  4. Messeauftritte planen

3. Ausbildungsjahr

  1. Logos und deren Anwendungsrichtlinien für Corporate-Design-Handbücher entwickeln
  2. Dreidimensionale Kommunikationsmittel für Werbezwecke gestalten
  3. Be- und hinterleuchtete Kommunikationsmittel montieren und dem Kunden übergeben
  4. Kommunikationskonzepte entwickeln und präsentieren

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