Gautschfest 2019

7. Juli 2019
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Auch in diesem Jahr verabschiedete sich die Abteilung Medien- und Drucktechnik von ihren Schülerinnen und Schülern mit einer feierlichen Zeugnisübergabe und dem Gautschfest.

Die sieben Klassenbesten (Durchschnittsnote 1,0 oder 1,1) wurden besonders geehrt.

Ein Höhepunkt des Tages war sicherlich das Gautschen, das sich an die Zeugnisvergabe anschloss, ehe der Tag mit einem kleinen Umtrunk für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Freundinnen und Freunde, Partner, Ausbilderinnen und Ausbilder und Lehrerinnen und Lehrer endete.

Zur Geschichte des Gautschens

Beim Gautschen wird der Kandidat auf einen nassern Schwamm gesetzt, ebenso in eine Wanne mit Wasser getaucht, und auch Sprüche werden geklopft, zum Beispiel ist ein bekannter Gautschspruch: „Packt an, Gesellen, laßt seynen Corpus Posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, bis trieffend beide Ballen. Der durst’gen Seele gebt ein Sturtzbad obendrauf, das ist dem Sohne Gutenbergs die allerbeste Tauf“. Die in den allermeisten Fällen humorvoll abgefasste urkundliche Bestätigung des Gautschens ist dar GAUTSCHBRIEF. Dass freilich der Text nicht gar so zimperlich war, mag die drastische Inschrift eines Gautschbriefes verdeutlichen, der vor mehr als hundert Jahren in Bern ausgestellt wurde: „Den alten Kunstgebrauch zu ehren, Thät er sich weder sträuben noch wehren. Erhielt die üblichen drei Stöße auf den Arsch. Und zappelte dabei wie ein Barsch . Darauf bezahlte er blank und bar Das altbekannte Gautschhonorar.“

(Quelle: Nadolski, Dieter: Kleines Lexicon der Schwartzen Kunst, Spracheigentümlichkeiten und Brauchtum des Buchdruckerhandwerks von A – Z. Verlag Beruf +Schule, Itzehoe)


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