Ein bewegender Höhepunkt eines besonderen Erinnerungsprojekts
Ein besonderer Meilenstein des inzwischen fast zweijährigen Projekts der Auszubildenden Mediengestalter*innen (MG-23) mit der italienischen NS-Gedenkstätte in Sant’Anna di Stazzema konnte am vergangenen Wochenende erreicht werden.
Bereits im Jahr 2024 reisten unsere angehenden Mediengestalter*innen an diesen historischen Ort und begegneten dort Zeitzeuginnen des Massakers von 1944. Aus den intensiven Eindrücken und der Auseinandersetzung mit der Geschichte entstanden im Anschluss zwei Ausstellungen – eine in deutscher und eine in italienischer Sprache.
Die italienische Ausstellung wurde nun feierlich in der Gedenkstätte in Sant’Anna di Stazzema eröffnet. Unter den Gästen befand sich auch die 85-jährige Überlebende Adele Pardini, die bereits beim ersten Besuch der Gruppe ihre Erinnerungen geteilt hatte. In bewegenden Worten berichtete sie erneut von ihren Kindheitserlebnissen während des Massakers und bedankte sich zugleich herzlich für das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Besonders hob sie die Bedeutung der Ausstellung für die Erinnerungskultur hervor – gerade vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen in Europa und weltweit.







Zu den weiteren Gästen zählten unter anderem Dr. Michele Morabito, Direktor des Friedensparks, Graziano Lazzeri, Vize-Präsident des Opferverbands und Sohn von Adele Pardini, sowie der mitgereiste Ex-Bürgermeister von Essen und Schirmherr des Projektes Rolf Fliß.
Eine gemeinsame Kranzniederlegung am Mahnmal bildete den würdevollen Abschluss dieses denkwürdigen Tages.



Für alle Beteiligten waren diese Tage von großer emotionaler Tiefe. Die Begegnungen, Gespräche und Eindrücke werden nachhaltig in Erinnerung bleiben und prägend sein für das persönliche und gesellschaftliche Verständnis von Geschichte und Verantwortung.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des deutschen Generalkonsulats in Mailand, wurde bereits in mehreren italienischen Städten gezeigt und wird künftig als Wanderausstellung in Italien weitergeführt.
Was ursprünglich als kleines Schulprojekt begann, hat sich durch die internationale Zusammenarbeit und die zahlreichen Ausstellungen zu einem umfangreichen und anspruchsvollen Vorhaben entwickelt. Umso wertvoller sind die besonderen Erfahrungen, die im gemeinsamen Arbeiten und Erleben entstanden sind.
Diese außergewöhnliche Reise konnte nur Dank zahlreicher Förderprogramme finanziell realisiert werden. Ein herzlicher Dank gilt unseren Sponsoren:
Krupp-Stiftung Essen, Stiftung Mercator Essen, Sparkasse Essen, Bank im Bistum Essen, Immobilien Management Essen GmbH, Provinzial, Genobank Essen, Land NRW, Förderverein Medien am BKO